Vertraulichkeit

Vertraulichkeit ist einer der zentralen Grundsätze des Mediationsverfahrens. Der Mediator ist zur Verschwiegenheit über Tatsachen verpflichtet, die ihm im Rahmen der Mediation anvertraut oder sonst bekannt werden. Er hat die im Rahmen der Mediation erstellten oder ihm übergebenen Unterlagen vertraulich zu behandeln. Ob eine Mediation erfolgreich durchgeführt werden kann, hängt entscheidend davon ab, dass die Parteien offen und angstfrei über konfliktbezogene Interessen kommunizieren können. Die Beteiligten des Verfahrens können nur dann offen über ihre Interessen verhandeln, wenn sie sicher sein können, dass nichts von dem gegen sie verwandt werden kann.

In einem Mediationsvertrag, den die Konfliktparteien mit dem Mediator abschließen, wird in der Regel vereinbart, dass sich die Beteiligten verpflichten, in der Mediation gewonnene Erkenntnisse nicht ohne Einwilligung des anderen in einem Gerichtsverfahren zu verwerten. Gleichzeitig verpflichten sich die Beteiligten,  in einem Gerichtsverfahren den Mediator nicht als Zeugen zu benennen.