Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation ist ein Kommunikationsmodell, das gegenseitige Wertschätzung in den Mittelpunkt zwischenmenschlicher Verständigung rückt. Danach funktioniert Kommunikation in Konflikten am effizientesten, wenn sie in vier Schritten abläuft:

  1. Beobachtung,
  2. Gefühlsausdruck,
  3. Bedürfnisformulierung und
  4. Bitte.

In der Praxis eignet sich die Gewaltfreie Kommunikation sowohl zum Selbstausdruck („Wenn ich… [Beobachtung] sehe, fühle ich mich… [Gefühl], weil ich … [Bedürfnis] brauche. Deshalb bitte ich dich um… [Bitte]“) wie auch zum Verständnis anderer („Ich höre von Dir… [Beobachtung], weil du dich… [Gefühl] fühlst? Brauchst du… [Bedürfnis]? Wäre es für dich eine gute Lösung, wenn ich… [Bitte] unternehmen würde?“).

Im Vordergrund steht nicht, andere Menschen zu einem bestimmten Handeln zu bewegen. Gewaltfreie Kommunikation soll vielmehr helfen, eine wertschätzende Beziehung zu entwickeln, die langfristig mehr Kooperation und gemeinsame Kreativität im Zusammenleben ermöglicht.

(Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg)